Zahnräder für Multiflex-Ketten geradelaufend
Diese Zahnräder ermöglichen eine zuverlässige Kraftübertragung für geradelaufende Multiflexketten. Sie bieten eine optimale Verzahnung für einen schlupffreien Antrieb und garantieren eine hohe Betriebssicherheit in industriellen Förderprozessen.
Zahnräder für geradelaufende Multiflex-Ketten und Knochenketten
Zahnräder für geradelaufende Multiflex-Ketten übertragen die Antriebsbewegung formschlüssig auf die einzelnen Kettenglieder. Die Zahngeometrie muss dabei exakt zur jeweiligen Knochenkette passen, damit die Kette gleichmäßig einläuft und sicher durch die Förderanlage geführt wird.
MOVET bietet Kettenräder für geradelaufende Knochenketten der Typen 2000, 2500 und 3000. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Zahnzahlen, Bohrungsdurchmesser und Materialien. Dadurch lassen sich die Zahnräder gezielt auf die vorhandene Kettenserie, Antriebswelle und Betriebsumgebung abstimmen.
Passendes Kettenrad nach Kettentyp auswählen
Ausgangspunkt der Auswahl ist immer die verwendete Multiflex- beziehungsweise Knochenkette. Die Typen 2000, 2500 und 3000 unterscheiden sich unter anderem durch ihre Teilung und ihre geometrischen Abmessungen. Ein Kettenrad darf daher nicht allein anhand der Bohrung oder Zahnzahl ausgewählt werden.
| Kettentyp | Teilung | Aktuelle Zahnzahlen | Aktuelle Bohrungen | Materialien |
|---|---|---|---|---|
| Typ 2000 | 50,8 mm | 8, 10 oder 11 Zähne | 20, 25, 30 oder 40 mm | PA oder Edelstahl |
| Typ 2500 | 63,5 mm | 9 oder 10 Zähne | 25 mm | PA |
| Typ 3000 | 76,2 mm | 8 oder 9 Zähne | 30 mm | Edelstahl |
Die Übersicht bildet die aktuell angebotenen Standardvarianten ab. Vor einer Bestellung sollten Kettentyp, Zahnzahl, Bohrung und sämtliche Anschlussmaße mit der bestehenden Anlage oder der technischen Zeichnung verglichen werden.
Bezeichnungen von Kettenrädern richtig lesen
Produktbezeichnungen wie „Typ 2000, Z 10, Bohrung 25“ enthalten bereits wesentliche Angaben zur Auswahl. Die Typnummer bezeichnet die zugehörige Knochenkette, während „Z“ für die Anzahl der Zähne steht. Die Bohrungsangabe beschreibt den Durchmesser der Aufnahme für die Antriebs- oder Umlenkwelle.
| Beispiel | Außendurchmesser | Flanschdurchmesser | Breite |
|---|---|---|---|
| Typ 2000, Z 10, Bohrung 25, Edelstahl | 162 mm | 130 mm | 35 mm |
| Typ 2500, Z 10, Bohrung 25, PA | 202 mm | 162 mm | 35 mm |
| Typ 3000, Z 9, Bohrung 30, Edelstahl | 218 mm | 171 mm | 40 mm |
Bei diesen Abmessungen handelt es sich um konkrete Produktbeispiele. Andere Zahnzahlen können abweichende Außen- und Flanschdurchmesser besitzen. Maßgeblich für Konstruktion und Einbau sind deshalb immer die Daten des ausgewählten Artikels.
Kettenräder aus PA oder Edelstahl
Das geeignete Material richtet sich nach Belastung, Umgebung, Reinigungsverfahren und der verwendeten Knochenkette. Im aktuellen Sortiment stehen Kettenräder aus Polyamid sowie aus Edelstahl 1.4301 zur Verfügung.
| Material | Merkmale | Typische Auswahlkriterien |
|---|---|---|
| PA natur oder schwarz | Geringes Bauteilgewicht und gute Eignung für zahlreiche industrielle Förderaufgaben | Standardanwendungen mit geeigneter Temperatur-, Last- und Medienbelastung |
| Edelstahl 1.4301 | Korrosionsbeständige und mechanisch robuste Ausführung | Feuchtigkeit, regelmäßige Reinigung und erhöhte Anforderungen an die Stabilität |
Kunststoffkettenrad und Kunststoffkette müssen nicht grundsätzlich aus demselben Werkstoff bestehen. Entscheidend ist, dass Materialpaarung, Belastung, Geschwindigkeit und Umgebungsmedien für die konkrete Anwendung geeignet sind. Bei chemischer Belastung sollte die Beständigkeit aller beteiligten Komponenten separat geprüft werden.
Zahnzahl und Kettenraddurchmesser abstimmen
Die Zahnzahl beeinflusst den Durchmesser des Kettenrades und damit den benötigten Einbauraum. Bei gleicher Kettenserie besitzt ein Kettenrad mit höherer Zahnzahl üblicherweise einen größeren Durchmesser. Gleichzeitig verteilt sich der Eingriff über einen größeren Umfang.
Kleinere Kettenräder ermöglichen eine kompakte Antriebskonstruktion, führen die Kettenglieder beim Umlauf jedoch über einen engeren Bewegungsradius. Für die Auswahl müssen deshalb Einbauraum, gewünschte Fördergeschwindigkeit, Drehzahl, Kettenbelastung und zulässige Umlenkung gemeinsam betrachtet werden.
Wird ein vorhandenes Kettenrad ersetzt, sollte die bisherige Zahnzahl grundsätzlich beibehalten werden, sofern keine vollständige Neuauslegung des Antriebs erfolgt. Eine Änderung der Zahnzahl beeinflusst unter anderem Kettengeschwindigkeit, Übersetzung und Einbaumaße.
Bohrung und Antriebswelle passend auslegen
Die Bohrung des Kettenrades muss zur vorhandenen Welle und zur vorgesehenen Drehmomentübertragung passen. Für die Typen 2000, 2500 und 3000 sind im Standardsortiment runde Bohrungen zwischen 20 und 40 mm verfügbar.
Vor der Montage sind neben dem Nenndurchmesser auch Toleranz, Wellenlänge, axiale Positionierung und die vorgesehene Sicherung zu kontrollieren. Ob zusätzliche Verbindungselemente oder eine kundenspezifische Bearbeitung erforderlich sind, ergibt sich aus der jeweiligen Konstruktion und der technischen Zeichnung.
Ein Kettenrad mit passender Bohrungsgröße ist nicht automatisch mit jeder Welle kompatibel. Insbesondere bei bestehenden Anlagen müssen auch Breite, Flanschdurchmesser, Abstand zu Führungen und Position der Kettenmittellinie berücksichtigt werden.
Kettenräder montieren, ausrichten und kontrollieren
Für einen gleichmäßigen Kettenlauf müssen Antriebs- und Umlenkkomponenten korrekt ausgerichtet sein. Mehrere Kettenräder auf einer gemeinsamen Welle sollten so positioniert werden, dass die Zähne synchron in die Kette eingreifen und keine seitlichen Spannungen entstehen.
Während des Betriebs sind Zahnflanken, Bohrung, Wellenbefestigung und Kettenführung regelmäßig auf Verschleiß oder Beschädigungen zu prüfen. Stark eingelaufene oder verformte Zähne können den Lauf der Knochenkette beeinträchtigen und zusätzlichen Verschleiß an den Kettengliedern verursachen.
Beim Austausch einer deutlich verschlissenen Multiflex-Kette sollten auch die zugehörigen Kettenräder kontrolliert werden. Eine neue Kette kann auf einem verschlissenen Zahnprofil ungleichmäßig einlaufen und dadurch frühzeitig beansprucht werden.
Kettenrad und geradelaufende Knochenkette gemeinsam auswählen
Für eine zuverlässige Förderlösung müssen Kettenrad und Knochenkette als zusammengehöriges System betrachtet werden. Wichtige Auswahlmerkmale sind Kettentyp, Teilung, Zahnzahl, Bohrungsdurchmesser, Material, Fördergeschwindigkeit und die mechanische Belastung der Anlage.
Die passenden Transportketten der Typen 2000, 2500 und 3000 finden Sie unter geradelaufende Multiflex-Ketten . Weitere Antriebskomponenten für Modulbänder und Förderketten stehen im Bereich Zahnräder für Transportbänder zur Verfügung.
Für Anlagen mit horizontalen Richtungswechseln werden andere Ketten- und Zahnradbauformen benötigt. Passende Ausführungen finden Sie unter Zahnräder für kurvengängige Multiflex-Ketten . Bei abweichenden Bohrungen, Abmessungen oder Materialien kann außerdem eine individuelle Sonderlösung geprüft werden.