MOVET Rollenketten-Ratgeber
Auswahl, Normen und Anwendung einfach erklärt.
Rollenketten gehören zu den wichtigsten Antriebselementen im Maschinen- und Anlagenbau. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Rollenketten aufgebaut sind, welche Normen relevant sind und worauf Sie bei Auswahl, Einsatz und Wartung achten sollten.
Aufbau
Wie ist eine Rollenkette aufgebaut?
Normen
DIN 8187 und DIN 8188 einfach erklärt.
Auswahl
Welche Rollenkette ist die richtige?
Wartung
Schmierung, Spannung und Lebensdauer.
Was ist eine Rollenkette?
Eine Rollenkette ist ein Maschinenelement zur Kraftübertragung zwischen Kettenrädern. Sie besteht aus Innenlaschen, Außenlaschen, Bolzen, Buchsen und Rollen. Durch diesen Aufbau eignet sie sich für robuste und schlupffreie Antriebe in Maschinen, Anlagen und Fördertechnik.
DIN 8187 und DIN 8188
Rollenketten werden häufig nach DIN 8187 oder DIN 8188 ausgeführt. DIN 8187 beschreibt europäische Rollenketten, während DIN 8188 die amerikanische ANSI-Bauform abdeckt. Die passende Norm richtet sich nach Maschine, Kettenrad und konstruktiven Anforderungen.
Welche Rollenkette benötige ich?
Bei der Auswahl einer Rollenkette spielen Teilung, Belastung, Geschwindigkeit, Umgebung und Bauform eine wichtige Rolle. Je nach Anwendung kommen Simplex-, Duplex- oder Triplexketten sowie spezielle Ausführungen wie Edelstahlketten, Förderketten oder Rollenketten mit Anbauteilen infrage.
Entdecken Sie unsere Antriebsketten, Förderketten, Rollenketten mit Anbauteilen und weitere Kettenlösungen für Maschinenbau und Fördertechnik.
Wartung und Lebensdauer von Rollenketten
Die Lebensdauer einer Rollenkette hängt maßgeblich von der richtigen Schmierung, der korrekten Kettenspannung und den jeweiligen Einsatzbedingungen ab.
Eine regelmäßige Wartung reduziert den Verschleiß, schützt Kettenräder und sorgt für einen zuverlässigen sowie wirtschaftlichen Betrieb der gesamten Anlage.
Für Standardanwendungen im Temperaturbereich von etwa −10 °C bis +60 °C werden TSUBAKI Antriebsketten bereits werkseitig vorgeschmiert.
Dadurch ist die Kette direkt einsatzbereit und optimal auf typische industrielle Anwendungen abgestimmt.
Für besondere Einsatzbedingungen sind auf Anfrage auch Rollenketten mit speziell abgestimmten Schmierstoffen erhältlich.
Dazu gehören unter anderem Schmierungen für Hochtemperatur- oder Niedrigtemperaturanwendungen, lebensmitteltaugliche Schmierstoffe für hygienische Produktionsbereiche sowie Lösungen für Außenanwendungen oder besonders staubige Umgebungen. Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl der passenden Vorschmierung für Ihre Anwendung.
Rollenkette bestimmen – Schritt für Schritt
Sie möchten eine vorhandene Rollenkette ersetzen, kennen jedoch die genaue Bezeichnung nicht? Mit wenigen Messungen lässt sich die passende Rollenkette meist eindeutig bestimmen.
Teilung (P) messen
Die Teilung ist das wichtigste Maß einer Rollenkette. Gemessen wird der Abstand von der Mitte eines Bolzens bis zur Mitte des nächsten Bolzens.
Innenbreite (b1) bestimmen
Messen Sie den Abstand zwischen den beiden Innenlaschen. Die Innenbreite ist ein wichtiges Merkmal zur Identifikation der passenden Rollenkette.
Rollendurchmesser (d1) messen
Bestimmen Sie den Außendurchmesser einer Rolle. Zusammen mit Teilung und Innenbreite lässt sich die Kettengröße meist eindeutig zuordnen.
Bauform bestimmen
Prüfen Sie anschließend, wie viele Kettenreihen Ihre Rollenkette besitzt. Man unterscheidet zwischen Simplex-, Duplex- und Triplex-Rollenketten. Die Anzahl der Kettenreihen ist entscheidend für die Auswahl einer passenden Ersatzkette.
Norm und Ausführung vergleichen
Vergleichen Sie nun die ermittelten Maße mit den technischen Daten einer DIN 8187- oder DIN 8188 (ANSI)-Rollenkette. So lässt sich die passende Kettengröße in den meisten Fällen eindeutig bestimmen.
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