Die unterschiedlichen Standards

Die unterschiedlichen Standards

Verschaffen Sie sich einen Überblick.
3-A, USDA, EG 1935/2004,FDA, NSF-H1... Was ist was? Ein kleiner Leitfaden.


Eine Übersicht über die verschiedenen Verordnungen, Richtlinien und Standards für die unterschiedlichen Länder haben wir für Sie, unsere Kunden, Partner und Interessenten im nachfolgenden Text zusammengetragen und aufgearbeitet. Mit dem Text erhalten Sie eine Übersicht über aktuelle Anforderungen und wissen auch diese entsprechend einzuordnen.

Für die reinigungsfreundliche Gestaltung von Bauteilen und Produktionsanlagen wurde der Standard Hygienic Design entwickelt. Eine kurze und einfache Erkärung zum Hygienic Design finden Sie hier.



3-A - Sanitary Standards

Die 3-A Hygiene Standards umfassen sowohl das Design als auch die Herstellung von Lebensmittelzubehör. Lebensmittelzubehöre sind alle Zubehörteile, die mit verzehrbaren Produkten in Berührung kommen. Richtlinien zu Reinigungsmöglichkeiten sind in den 3-A Hygiene Standards ebenfalls festgelegt. Die Standards sind das Ergebnis der Hygieneorganisation 3-A Sanitary Standards, Inc. (3-A SSI) der US-amerikanischen Lebensmittelbranche. Zusammengesetzt ist die Organisation aus Experten, Produzenten und dem Aufsichtsamt für Hygiene.

Anerkennung und Akzeptanz haben die Hygiene-Standards weltweit erhalten. Zunehmend werden sie als geltender Standard im Bereich Hygiene und Food gesehen, eingesetzt und vom Endkunden verlangt.

Das 3-A-Logo ist eine eingetragene und starke Marke. Das Label wird nur nach strengen Vorgaben vergeben und ist auf einen Blick zu erkennen. Eine unmittelbare Erkennung der Einhaltung der Standards ist somit einfach zu sehen. Des Weiteren gibt das Logo den betreffenden Personen im Prozess der Herstellung ein sicheres Gefühl. Kontamination sind durch die saubere und polierte Oberfläche ausgeschlossen. Zusätzlich lassen sich Verunreinigungen mit Hilfe von 3-A-Produkten schnell ermitteln und beheben. Grund dafür ist, dass die Dichtungsteile blau sind, da die Farbe blau nur sehr selten in Lebensmitteln vorkommt. Infolgedessen werden sich Rückrufaktionen minimieren und Kosten eingespart. Weiterführend wird durch eine einzige Rückrufaktion das Image einer Marke, eines Unternehmens extrem geschädigt. Diese Kettenreaktion kann durch 3-A nachhaltig verhindert werden.

3-A Sanitary Standards

3-A - in Kürze:

  • Bewertung der konstruktiven Merkmale (z.B. wasserablaufende Oberflächen)
  • Design und Herstellung von hygienekonformen Lebensmittelzubehör
  • Aktuell die höchsten Hygienie-Standards am Markt. Sie finden international Anerkennung, werden eingesetzt und zunehmend von Endkunden (z.B. Nahrungsmittelverarbeitende Betriebe) verlangt.
  • Weniger Kontaminationen
  • Schnelleres Erkennen von Verunreinigungen




EG 1935/2004

Die europäische Verordnung 1935/2004 handelt von Materialien und Gegenständen, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen. Sie enthält Definitionen, Einschränkungen und Anforderungen. Die Verordnung schützt den Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken. Laut der Verordnung müssen Materialien im normalen Kontakt mit Lebensmitteln harmlos sein und ungefährlich für die Gesundheit. Außerdem dürfen Lebensmittel weder geschmacklich noch geruchlich verändert werden.

1935/2004

EG 1935/2004 - in Kürze:

  • Europäische Verordnung
  • Keine gesundheitlichen Risiken durch Maschinen
  • Keine geschmacklichen oder geruchlichen Veränderungen der Lebensmittel bei deren Herstellungsprozess



Verordnung (EU) Nr. 10/2011

Die Kunststoff-Verordnung (EU) Nr. 10/2011 ersetzte am 1.Mai 2011 die Richtlinie 2002/72/EG. Sie ist eine Einzelmaßnahme innerhalb der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004. Bekannt ist sie auch als „Kunststoffrichtlinie“. Sie regelt die Anforderungen an „Materialien und Gegenstände aus Kunstoff, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen.“ Die Anforderungen gelten für die gesamte Produktionskette.

Verordnung (EU) Nr. 10/2011

EU VO. 10/2011 - in Kürze:

  • Europäische Verordnung
  • Einzelmaßnahme innerhalb der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004
  • „Kunststoffrichtlinie“


USDA: US-Landschaftsministerium

Das Landschaftsministerium der Vereinigten Staaten hat im Fokus ihrer Arbeit die Agrar- und Landwirtschaft. Die amtliche Bezeichnung der Behörde lautet United States Department of Agriculture, abgekürzt USDA. Das Ministerium befasst sich im Zuge ihrer Arbeit mit Konstruktionen und Fertigungen von Maschinen. Sie prüfen unter anderem, ob die Maschinen konform sind und den Hygienerichtlinien entsprechen. Nach der Inspektion der Geräte und der technischen Zeichnungen wird bei positiver Beurteilung die Zertifizierung vergeben. Eine Unterstützung bei der Prüfung der Zeichnungen findet durch die Konstruktionsingenieure statt. (Milch-) Produktionsfirmen können mit dem Zertifikat eine höhere Sicherheit ihrer Produkte erhalten und dürfen ihre Produkte mit dem USDA-Logo versehen.

USDA Zertifizierung

USDA - in Kürze:

  • Landschaftsministerium der Vereinigten Staaten
  • Hygienekonforme Konstruktion der Produktionsmaschinen
  • Hygienekonforme Gestaltung der Herstellungskette
  • Notwendig für alle Anlagen-Einführen in die USA


FDA: Food and Drug Administration

Die amerikanische Food and Drug Administration hat zum Ziel die öffentliche Gesundheit zu schützen. Sie ist der Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde und dem amerikanischen Gesundheitsministerium unterstellt. Die Behörde hält Unternehmen im Zuge ihrer Tätigkeit an, Produkte hochwertig zu produzieren. Dabei ist es stets wichtig, die Herkunft der Produkte bestimmen zu können. Zu den Vorteilen gehört, dass Ursachen von Sicherheitsproblemen durch die Zertifizierung schnell gefunden werden können. Außerdem hat die FDA eine Positivliste erstellt. Die darauf gelisteten Grundöle und Additive dürfen in kleinen Konzentrationen hin und wieder mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

FDA Zulassung

FDA - in Kürze:

  • amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde
  • Schutz der öffentlichen Gesundheit
  • Überwachung und Regelung von Nahrungsmitteln und Pharmaprodukten
  • Öle von der Positivliste dürfen hin und wieder mit Lebensmitteln in Kontakt kommen
  • Notwendig für alle Anlagen-Einfuhren in die USA


NSF International: H1

Die NSF International (National Sanitation Foundation) entwickelt eigene Hygienestandards, und untersucht, prüft und zertifiziert Geräte und Anlagen. Sie vergibt international erforderliche Zulassungen, wenn Schmierstoffe mit Lebensmitteln in direkten Kontakt kommen. Der Kontakt bezieht sich auf den Einsatz von Schmierstoffen im Produktionsprozess. Dabei kann der Kontakt gelegentlich oder gar unmittelbar sein. Die Schmierstoffe sind Öle und Fette, welche der NSF den Namen „H1“ gegeben hat.

Die amerikanische Institution zertifiziert seit 1944 Produkte. Sie ist Teil des Hazard Analysis and Critical Control Points-Konzeptes (HACCP-Konzept). Das Konzept ist seit 2006 für alle EU-Unternehmen der Lebensmittelproduktion bindend.

NSF-H1 Zulassung

NSF - in Kürze:

  • Amerikanische Institution
  • Sicherung der öffentlichen Gesundheit
  • H1-Schmierstoffe sind Schmierstoffe für Maschinen und Anlagen in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie
  • Öle von der Positivliste dürfen hin und wieder mit Lebensmitteln in Kontakt kommen
  • Für alle EU-Unternehmen der Lebensmittelproduktion bindend


EHEDG: European Hygienic Equipment Design Group

Der European Hygienic Equipment Design Group, kurz EHEDG, hat zwei Ziele. Das erste Ziel ist die hygienekonforme Konstruktion der Produktionsmaschinen. Das zweite Ziel ist die hygienekonforme Gestaltung der Herstellungskette. Beide Ziele beziehen sich auf alle Bereiche der Produktion von Nahrungsmitteln. Außerdem unterstützt die EHEDG die europäische Gesetzgebung. Diese fordert eine hygienegerechte Umgebung. Somit soll nicht nur ein allgemein definiertes hygienisches Umfeld herrschen, sondern auch die Maschinen hygienisch korrekt beschaffen sein (EG Richtlinie 2006/42/EG für Maschinen, EN 1672-2 und EN ISO 14159 für Hygieneanforderungen).

EHEDG Zulassung

EHEDG - in Kürze:

  • Europäische Richtlinie
  • Hygienekonforme Konstruktion der Produktionsmaschinen
  • Hygienekonforme Gestaltung der Herstellungskette